Apple könnte 3,3 milliarden dollar rückerstattung nach gerichtsurteil erhalten

Neues urteil des obersten gerichtshofs

Das Oberste Gerichtshof der USA hat entschieden, dass die von Präsident Donald J. Trump verhängten Gegenseitigkeitszöllen illegal waren. Der Gerichtshof stellte fest, dass der Präsident nicht die Befugnis hat, Zölle zu erheben, da diese Kompetenz ausschließlich dem Kongress zusteht. Die Entscheidung basiert auf der Interpretation des International Emergency Economic Powers Act (IEEPA), der zwar die Möglichkeit zur „Regulierung von Importen“ in Notfällen vorsieht, aber nicht die Befugnis zur Besteuerung.

Warum apple betroffen ist

Warum apple betroffen ist

apple, wie viele andere Technologieunternehmen, hat im Laufe der letzten drei Quartale aufgrund von Zöllen auf Produkte, die in Ländern wie China hergestellt werden, beträchtliche Summen gezahlt. Schätzungen zufolge belaufen sich diese Zahlungen auf etwa 3,3 Milliarden Dollar. Die hohe Belastung durch Zölle führte dazu, dass apple versuchte, die Situation durch Investitionen und Beziehungen zum damaligen Präsidenten zu entschärfen.

Apples strategie zur vermeidung von zöllen

Um die Zölle zu minimieren, tätigte apple umfangreiche Investitionen in den USA. Im Februar 2023 wurde eine Investition von 500 Milliarden Dollar über vier Jahre angekündigt, die im August um weitere 100 Milliarden Dollar aufgestockt wurde. Zusätzlich lobte CEO Tim Cook den damaligen Präsidenten und versprach den Kauf von mehr amerikanischen Halbleitern, einschließlich einer speziell angefertigten 24-Karat-Gold-Plakette.

Trumps reaktion und neue zölle

Nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs erließ Präsident Trump einen Erlass, der die zuvor angekündigten Zölle aufhob. Allerdings folgte kurz darauf eine neue Verordnung, die die Importzölle auf Produkte, die in die USA geliefert werden, von 10% auf 15% erhöht. Diese neuen Zölle basieren auf § 122 des Trade Act von 1974, der dem Präsidenten die Möglichkeit gibt, auf „große und ernste Zahlungsbilanzdefizite“ zu reagieren.

Zeitliche begrenzung der neuen zölle

Ein wichtiger Aspekt der neuen Zölle ist ihre zeitliche Begrenzung. Gemäß § 122 des Trade Act von 1974 sind sie nur für 150 Tage gültig, was bedeutet, dass sie am 24. Juli 2026 ablaufen, es sei denn, der Kongress beschließt eine Verlängerung. Dies stellt eine zusätzliche Unsicherheit für Unternehmen wie apple dar.

Apples verlagerung der produktion

apple hat bereits Schritte unternommen, um die Abhängigkeit von der Produktion in China zu verringern. Zu Beginn dieses Jahres wurde Indien zum primären Standort für die Montage von iPhones, die in die USA exportiert werden. Dieser Schritt wurde durch die Handelsspannungen zwischen den USA und China sowie die Unsicherheit bezüglich zukünftiger Handelsbeschränkungen und Zölle motiviert. Ob Apple offiziell eine Rückerstattung beantragen wird, ist derzeit unklar.

n