At&t setzt auf satelliten – und lässt t-mobile den spott nicht kommen
Die Mobilfunkbranche erlebt einen überraschenden Wandel: AT&T plant, mit einer Kombination aus Satelliten und terrestrischen Netzen eine flächendeckende Mobilfunkabdeckung auch in den entlegensten Regionen der USA zu schaffen. Ein ehrgeiziges Unterfangen, das jedoch gleichzeitig erhebliche Fragen aufwirft.

Leo-satelliten als überbrückungslösung
Nachdem T-Mobile die Einführung des T-Sat-Dienstes mit sarkastischen Bemerkungen kommentiert hatte – „die Nutzer suchen noch immer nach Zeichen des Lebens“ von AT&Ts Satelliten – reagierte AT&T indirekt mit der Ankündigung eines Großprojekts für 2026. Der eingeschränkte Beta-Programm für Satellitenverbindungen soll im ersten Halbjahr 2026 starten und ausgewählten Kunden und FirstNet-Nutzern frühzeitigen Zugang gewähren. Die Strategie ist klar: AT&T will Lücken im Mobilfunknetz schließen, anstatt es zu ersetzen.
Nun deutet AT&T Chairman und CEO John Stankey an, dass das Unternehmen nicht auf ein einzelnes LEO-Partner (Low Earth Orbit) beschränkt bleiben will. Stattdessen plant er, mit mehreren Partnern zusammenzuarbeiten, um die Kapazitäten optimal zu nutzen. Das ist ein klares Signal: AT&T geht es darum, eine robuste, redundante Infrastruktur aufzubauen – und lässt sich dabei nicht von einem einzigen Anbieter einschränken.
Die Technologie dahinter ist beeindruckend, wenn auch komplex. AT&T arbeitet bereits mit AST SpaceMobile an dem D2D-Projekt (Direct-to-Device), das eine direkte Verbindung zwischen Smartphone und Satellit ermöglicht. Doch Stankey sieht auch SpaceX und Amazon als potenzielle Schlüsselpartner. SpaceX plant den Einsatz von EchoStar-Frequenzen, während Amazon mit dem Erwerb von Globalstar einen entscheidenden Schritt getan hat. Es ist ein Wettlauf um die Vorherrschaft im Weltraum – und AT&T will dabei nicht zurückbleiben.
Ein wichtiger Aspekt ist, dass Smartphones heutzutage bereits ohne zusätzliche Hardware mit Satelliten kommunizieren können. Das macht AT&Ts Ansatz besonders attraktiv, da es Kunden nicht zwingt, teure, spezialisierte Geräte zu kaufen. Die einfache Integration ist der Schlüssel zum Erfolg.
Stankey betonte, dass die Zusammenarbeit mit LEO-Partnern, die die notwendigen Fähigkeiten besitzen,
