Aktienmarkt im freien fall: iran-krieg löst korrektur aus

Die Anleger fliehen in Panik vor dem Nasdaq 100. Die Aktienindizes stürzen in einer anhaltenden Abwärtsspirale ab – die fifth consecutive week of losses, ausgelöst durch die Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran.

Nasdaq 100 erreicht korrekturpunkt – tech-aktien leiden unter ölpreis-angst

Nasdaq 100 erreicht korrekturpunkt – tech-aktien leiden unter ölpreis-angst

Der Technologieindex verzeichnete am Freitag einen Rückgang von 1,93 % auf 23.132,77 Punkte – der tiefste Stand seit etwa sieben Monaten. Diese Entwicklung bestätigt offiziell eine Korrektur, definiert als ein Minus von 10 % oder mehr seit dem Höchststand. Auch der Dow Jones Industrial Average und der S&P 500 sind betroffen, mit Verlusten von 10 % bzw. 8 % seit ihren jeweiligen Höchstständen.

Die Krise wird durch die steigenden Ölpreise verschärft. Der Brent-Preis überstieg die Marke von 110 Dollar pro Barrel, trotz Versuchen von US-Präsident Donald Trump, einen direkten Angriff auf iranische Energieanlagen zu verzögern. Die Schlangengraben von Ormuz bleibt weitgehend geschlossen, und Iran hat chinesische Schiffe abgewiesen. Das signalisiert eine Eskalation der Spannungen.

Die Angst vor einer weiteren Inflationsspirale und eine mögliche Verlangsamung des US-Wirtschaftswachstums verstärken die Verkaufsdruck. Aktien, insbesondere solche im Tech-Sektor, haben in diesem Jahr bereits erhebliche Verluste erlitten. Ein massive Verkaufswelle an Memory-Aktien, einst die Wachstumstreiber des Jahres, hat die Situation zusätzlich verschärft.

„Die wichtigsten Indizes bewegen sich auf ihre fünfte Woche in Folge im Minus – ein Muster, das zuletzt im schwierigen Marktjahr 2022 zu beobachten war“, kommentiert Joe Mazzola, Chief Trading Strategist bei Charles Schwab. Der Nasdaq 100 nähert sich dem sogenannten „Death Cross“, einer technischen Formation, bei der die 50-Tage-Linie unter die 200-Tage-Linie fällt – ein oft als Warnsignal für eine weitere Abwärtsbewegung angesehenes Muster. Aaron Hill von FP Markets warnt: „Für eine Erholung müssen die Ölpreise fallen.“

Paul Hickey, Co-Founder von Bespoke Investment Group, betont die anhaltende Schwäche: „Die Konsistenz der Verluste ist in der jüngeren Geschichte des Index beispiellos.“ Die Stimmung ist schlecht, die Risikobereitschaft gering. Die Frage ist nicht länger, ob der Markt weiter fallen wird, sondern wie tief der Fall sein wird.

Die Anleger haben sich in Richtung sicherer Häfen orientiert, doch selbst dort ist die Unsicherheit groß. Der Krieg im Nahen Osten hat eine neue Phase erreicht, und die Folgen für die globale Wirtschaft sind noch nicht absehbar. Die kommenden Tage werden zeigen, ob sich die Märkte stabilisieren können oder ob die Korrektur noch weitergeht. Ein klarer Trend zeichnet sich ab: es wird eine lange Zeit dauern, bis sich die Anleger wieder trauen, Risiko einzugehen.