Apple schlägt alarm: dringend sicherheitsupdate für ältere iphones und ipads!
Ein ungewöhnlicher Schritt von Apple: Das Unternehmen hat ein dringendes Sicherheitsupdate für ältere iPhone- und iPad-Modelle veröffentlicht, die keine iOS 18-Updates mehr erhalten. Doch wer hier nicht handelt, riskiert mehr als nur ein veraltetes Gerät – es könnte zum leichten Ziel für gezielte Cyberangriffe werden.
Hacker nutzen schwachstellen in älteren ios-versionen aus
Die Bedrohung ist real: Russische, chinesische und andere staatliche Akteure sowie private Überwachungsfirmen nutzen bereits jetzt Schwachstellen in älteren iOS-Versionen, um Spyware auf Geräten zu installieren. Im Zentrum dieser Angriffe steht das sogenannte „Coruna“-Exploit-Kit, eine Sammlung von 23 Sicherheitslücken, die iOS-Versionen von 13.0 bis 17.2.1 betreffen. Google hat den Einsatz dieses Kits nicht nur von Hackern, sondern auch von Überwachungsdienstleistern, die es an Regierungen vermieten, dokumentiert. Für Geräte, die von diesen Schwachstellen betroffen sind, ist ein Update daher nicht nur empfehlenswert, sondern schlichtweg lebensnotwendig.
Die gepatchten Schwachstellen umfassen CVE-2023-43010, CVE-2024-23222, CVE-2023-43000 (alle im WebKit, dem Safari-Browser) und CVE-2023-41974 (ein Kernel-Fehler, der Administratorrechte ermöglicht). Ein erfolgreicher Angriff kann die Ausführung von Remote-Code ermöglichen oder sogar die vollständige Kontrolle über das Gerät übernehmen – ein Albtraum für jeden Nutzer.

Welche geräte müssen aktualisiert werden?
Die Liste der betroffenen Modelle ist überraschend lang und umfasst iPhones und iPads, die bereits einige Jahre auf dem Buckel haben: iPhone 6s, iPhone 7, iPhone SE (1. Generation), iPhone 8, iPhone 8 Plus, iPhone X, iPad Air 2, iPad Mini (4. Generation), iPad Touch (7. Generation), iPad (5. Generation) und iPad Pro 9,7 Zoll (1. Generation). Warum diese Modelle? Apple bietet zwar Sicherheitsupdates auch für ältere Geräte an, verzichtet aber auf neue Funktionen. Doch gerade die Tatsache, dass viele Nutzer diese Geräte weiterhin aktiv nutzen – sei es aus wirtschaftlichen Gründen, aus Gewohnheit oder weil sie für bestimmte Aufgaben noch immer gut geeignet sind – macht sie zu einem attraktiven Ziel für Angreifer.
Die Gründe für die anhaltende Nutzung dieser Geräte sind vielfältig. Sie bieten eine gute Akkulaufzeit, eine für alltägliche Aufgaben ausreichend gute Kamera, solide App-Unterstützung und einen unschlagbaren Preis auf dem Gebrauchtmarkt. Ein gebrauchtes iPhone 8 beispielsweise kostet in Spanien zwischen 100 und 150 Euro – ein Preis, der gerade für Kinder, Senioren oder preisbewusste Käufer attraktiv ist.
Doch gerade diese Beliebtheit macht die Geräte zu einem wahren Karussell für Cyberkriminelle. Das Coruna-Kit ist ein Paradebeispiel dafür: Es handelt sich nicht um einen einzelnen Exploit, sondern um ein ganzes Arsenal von 23 miteinander verketteten Sicherheitslücken, die zusammen die Tür zum iPhone öffnen, ohne dass der Nutzer etwas bemerkt.
Apple hat diese Schwachstellen bereits in iOS 17.3+ für neuere Geräte gepatcht. Mit diesem Update vom 11. März schließt Apple nun auch die Lücke für Nutzer älterer Geräte. Es ist nicht die erste Sicherheitswarnung im Jahr 2026: Bereits im Februar hatte Apple ein Zero-Day-Sicherheitsleck in iOS 18, iPadOS 18 und macOS Tahoe geschlossen, das angeblich für „extrem raffinierte Angriffe auf bestimmte Personen“ verwendet wurde.
Der besorgniserregende Aspekt ist das Muster: Solche Exploits wie Coruna werden auf dem Darknet für Tausende von Euro verkauft – nicht nur an Staaten, sondern auch an private Überwachungsfirmen, die sie an Regierungen vermieten. Der Update-Prozess ist glücklicherweise einfach: Unter Einstellungen> Allgemein> Softwareupdate lässt sich das Update herunterladen. Sollte es dort nicht erscheinen, sollte man die Suche manuell erzwingen und dabei auf eine stabile WLAN-Verbindung und mindestens 50% Akkuleistung achten. Das Update selbst ist mit etwa 100-200 MB relativ klein.
Die Gefahr lauert im Detail: Ein einziger Klick auf eine manipulierte SMS oder eine gefälschte Webseite kann aus einem vermeintlich unschuldigen iPhone ein Überwachungsgerät machen. Die Zeit zum Handeln ist jetzt.