Cerf warnt vor zu engen kommunikationsformen in der ki-industrie
Der legendäre Ingenieur Vinton Cerf, einer der Väter des Internet, warnt vor zu engen Kommunikationsformen in der KI-Industrie. In einem Panel bei der Open Frontiers-Konferenz erklärte er, dass die agents-based-Internet-Revolution ähnliche Herausforderungen wie das frühere Internet enthalte. Naturgemäß müssen in Zukunft intelligente Agenten die Möglichkeit haben, miteinander zu kommunizieren und ihre Ziele zu koordinieren.

Kommunikation zwischen ki-systemen: cerfs warnung
Cerfs erster Punkt war die Notwendigkeit von offenen Kommunikationsformen zwischen KI-Systemen. Er verwies auf das Erfolgsgeschäft des Internets, das nie ein bestimmtes Unternehmen gehörte, sondern von allen gemeinsam genutzt wurde. Dies war vor allem deshalb möglich, weil die Regeln für die Kommunikation sehr offen gestaltet wurden.
Cerf macht nun ähnliche Vorgaben für die KI-Industrie. Er ist der Meinung, dass die momentan verwendeten Sprachen wie Englisch für die Kommunikation zwischen KI-Systemen nicht ideal seien. Es gibt zu viel Ambiguität und die Präzision in der Interaktion sei sehr wichtig.
Stattdessen soll man sich nach offeneren Kommunikationsformen und einfach strukturierten Sprachen orientieren, die weniger Raum für Missverständnisse lassen. Cerf vergleicht dies mit dem Umgang von Menschen, die sich in einer gemeinsamen Sprache verständigen können, aber oft auch um Missverständnisse bemüht sind.
Der zweite Punkt, den Cerf hervorhob, war die Notwendigkeit, dass wichtige Technologien zu offenen Plattformen werden, auf denen andere aufbauen können. Er vergleicht dies mit dem Erfolg von Internet, das über eine offene Plattform entstand und so zu einem breiten Nutzerkreis führte.
Diese Philosophie soll auch in der KI-Industrie umgesetzt werden. Cerf betont, dass die Agenten in Zukunft genauso miteinander kommunizieren müssen wie Menschen. Die KI-Systeme sollten daher auch in der Lage sein, ihre Ziele und Absichten klar und unmissverständlich zu kommunizieren.
