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Die amerikanische traumfábrik: fake news für die westliche welt

Die USA verkauften lange die Mär vom amerikanischen Traum an die westliche Welt. Wer mutig, standhaft und hartnäckig ist, könnte als bescheidener Einwanderer auskommen und den ersten Frühlingmorgen mit einer Lorbeerkrone und einer halben Million Dollar auf dem Konto begrüßen. Doch in Zeiten von Donald Trump, ICE, galoppierender Inflation und ständiger Angst, dass China bereits vor Jahren den amerikanischen Giganten überholte, hält diese schöne Erzählung nur noch in einem letzten Refugium stand: Silicon Valley, jener kalifornischen Streifen, in dem Unternehmen wie Alphabet, Meta, Amazon, Apple, OpenAI, Anthropic oder Nvidia mitspielen.

Die silicon valley-legende

Die silicon valley-legende

Obwohl oft mit jener elitären Plutokratie assoziiert, die von ehrwürdigen CEOs wie Elon Musk bestimmt wird, verlegte Musk die Firmenzentren dieser Unternehmen nach Texas. Eine gelassene Lektüre zerstückelt jedoch die himmlische Musik, die aus diesem sonnenhellen Winkel der Welt ertönt. Noch sublimiert sich zum Beispiel die Kunst der Meritokratie, wenn in Wirklichkeit das Geld von wenigen ausgeteilt wird, den tatsächlichen Reichtümern, deren Konzerne so kompliziert sind, dass für Neulinge der Aufstieg in die Big Leagues fast unmöglich ist. Die einzige Ausnahme bildet die aufkeimende IA-Industrie, aus der Sam Altman (in Wirklichkeit ein mehrfacher Unternehmer mit einem oft dunklen Hintergrund) und Dario Amodei hervorgingen, und von der ohne Zweifel der nächste transatlantische Konzern made in USA entstehen wird.