Edisons misserfolg: ein stiller revolutionär
Thomas Alva Edison war mehr als nur der Erfinder der Glühbirne, wie man es aus den Geschichtsbüchern kennt. Er war ein geschickter Unternehmer, der Labore gründete und über tausend Patente in völlig unterschiedlichen Bereichen angemeldet. Sein Ansatz basierte auf dem, was wir heute als anwendungsorientierte Forschung bezeichnen – das systematische Testen von Materialien, das Modifizieren von Designs, die Messung von Ergebnissen und das Wiederholen des Prozesses, bis zum Erfolg.
nDie zählung der scheitern: ein unerbittlicher prozess
Diese Kultur der Wiederholung manifestierte sich im Laufe der Zeit so stark, dass vor der erfolgreichen Entwicklung einer funktionierenden Glühbirne Hunderte, wenn nicht sogar Tausende von gescheiterten Versuchen zu bewältigen waren. Es war kein Zufall, sondern ein methodischer, wenn auch mühsamer Prozess der systematischen Fehlersuche.
nAlbert Einstein hatte Recht, als er sagte: „Es gibt nur zwei Arten, das Leben zu leben: als ob alles ein Wunder wäre, oder als ob es ein Miracle wäre.“ Die zugrunde liegende Logik dieser Aussage ähnelt dem wissenschaftlichen Ansatz, bei dem jeder Versuch, der nicht den erwarteten Effekt erzielt, nicht als Niederlage zu betrachten ist, sondern als Aufdeckung dessen, was nicht funktioniert. Ein fehlgeschlagener Versuch liefert Daten, keine persönliche Abrechnung.
nEdison operierte nach dieser Logik. Ein fehlerhaftes Design war Information, kein Grund zur Aufgabe des Projekts. Diese Denkweise steht in krassem Gegensatz zur heutigen Kultur der sofortigen Ergebnisse, beschreibt aber viel besser, wie Technologie in der Praxis aufgebaut wird. Innovation erfordert die Annahme, dass die Mehrheit der Versuche nicht zum Endprodukt führt, aber ohne diese Versuche wäre es schlichtweg nicht möglich.
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Der wert des fehlers: eine neue perspektive
Alda Merini, Schriftstellerin und Dichterin, sagte: