Europa startet eigene office-revolution – open-source-konkurrenz für google & microsoft
Die Europäische Union setzt auf Selbstvermarktung. Mit ‘Euro-Office’ soll eine Open-Source-Alternative zu den dominanten Office-Paketen von Google und Microsoft etabliert werden – und das mit sofortiger Wirkung.
Ein bruch mit der us-dominanz
Traditionell ist europa stark auf die Werkzeuge angewiesen, die in den USA entwickelt wurden. Google Docs und Microsoft Office dominieren den Markt für Produktivitätssoftware. Doch nun will sich die Region von dieser Abhängigkeit lösen. Euro-Office, das ab dem 9. Juni auf GitHub verfügbar sein wird, ist ein klares Statement für digitale Souveränität.

Der angriff auf github
Die Entwicklung des Projekts wird von Microsoft – ironischerweise – durch die Offenlegung von Code-Defekten in GitHub beschleunigt. Die Tech-Giganten haben offenbar interne Bemühungen unternommen, die Plattform zu untergraben. Das Ziel ist eine transparente Datenverwaltung, unabhängig von Nutzerstandorten und –interaktionen. Ein mutiger Schachzug, der die Kontrolle über kritische Infrastruktur zurück in die Hände der europäischen Nutzer verlagern soll.

Die hintergründe: onlyoffice und der russische schatten
Euro-Office basiert auf dem Fork ‘OnlyOffice’, der jedoch aufgrund mangelnder Transparenz und fragwürdiger Entscheidungen – darunter das Verbot von Beiträgen und die Auslassung von Funktionen in mobilen Apps – an Glaubwürdigkeit verloren hat. Die Entwickler haben nun den Code gründlich auf russische Kommentare und verschleierten Code überprüft und entfernt. Ein klares Zeichen gegen die russische Einflussnahme und eine Rückkehr zur offenen Kollaboration.

Die funktionsweise: flexibel und webbasiert
Euro-Office funktioniert wie eine moderne Office-Suite: Dokumente, Tabellen, Präsentationen und Collaborative-Dateien werden in gängigen Formaten wie DOCX, PPTX und PDF gespeichert. Es handelt sich jedoch primär um ein webbasiertes Tool, das sich nahtlos in bestehende Workflows integrieren lässt – beispielsweise in Wiki-Systeme oder Projektmanagement-Plattformen. Erste Versuche laufen bereits, eine native mobile App und eine Desktop-Anwendung sollen folgen.
Die community: starker rückhalt
Um das Projekt herum ist eine lebendige Community entstanden, bestehend aus Unternehmen wie IONOS, Nextcloud, Eurostack und XWiki. Diese Organisationen bringen bereits Erfahrung im Bereich Open-Source-Office-Anwendungen mit. Die Integration in Nextcloud Hub 26 am Launch-Datum des 9. Juni wird den Zugang erheblich erleichtern und Millionen von Nutzern die Möglichkeit bieten, auf Euro-Office umzusteigen – fernab von proprietären Lizenzen.
Fazit: ein neuanfang für europäische digitalität
Euro-Office ist mehr als nur eine Office-Suite. Es ist ein Bekenntnis zur digitalen Unabhängigkeit und zur Förderung von Innovationen innerhalb der Europäischen Union. Die ersten Schritte sind getan – die eigentliche Herausforderung beginnt jetzt: die kontinuierliche Weiterentwicklung und die Gewinnung weiterer Nutzer.