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Game pass-preisboom: xbox im strudel der kritik

Microsofts Game Pass hat den Status des teuren Spielabonnements erlangt. Die interne Bestandsaufnahme von Asha Sharma ist ein klares Bekenntnis zur Notwendigkeit einer Neuausrichtung.

Zynische worte aus dem xbox-hauptquartier

Die Tatsache, dass Sharma, die bisherige Instacart- und Facebook-Managerin und nun auch Leiterin der KI-Abteilung bei Microsoft, die Situation offen als „zu teuer für die Spieler“ bezeichnet, ist mehr als nur eine Selbstkritik. Sie ist eine Diagnose eines Problems, das die fundamentale Position von Game Pass für die Xbox-Strategie gefährdet.

Der doppelte Preis innerhalb kürzester Zeit – von 9,99 auf 26,99 Euro – hat die Spielerbasis verunsichert. Die vergleichbare Entwicklung bei Streaming-Diensten wie Netflix und Disney+ hat die Skepsis verstärkt. Die Nutzer müssen sich nun hart nagen, welche Abonnements sie wirklich leisten.

Call of duty als kostenfaktor

Call of duty als kostenfaktor

Die Entscheidung, Call of Duty in den Game Pass aufzunehmen, hat sich als teuer erwiesen. Laut internen Quellen, wie sie Jez Corden von Windows Central berichtet, belasten die Umsatzeinbußen Microsoft mit rund 300 Millionen Dollar. Die strategische Kalkulation scheint fehlsgeschlagen zu sein.

Es ist ein ironischer Twist: Die Einführung von Call of Duty, die eigentlich als Wachstumstreiber gedacht war, droht nun die gesamte Geschäftsmodell zu destabilisieren. Die Entscheidung, die Microsoft dazu zwingt, über eine drastische Umstrukturierung nachzudenken.

Sharma scheint sich der Problematik bewusst. Sie plant eine „flexiblere“ Game Pass-Variante, die aber offenbar noch in weiter Ferne liegt. Die kurze Antwort: Die Nutzer werden weiterhin schmerzlich die höheren Kosten spüren.

Die Situation ist umso beunruhigender, weil die Alternative – der Kauf einzelner Spiele – sich als deutlich günstiger erweist. Steam bietet für 300 Euro ein wesentlich größeres und dauerhaftes Spiele-Portfolio.

Die Frage ist nun, ob Microsoft bereit ist, den Preis zu senken und das Game Pass-Modell grundlegend zu überdenken. Eine Reduzierung des Angebots, inklusive der möglichen Aussetzung von Call of Duty, scheint alles andere als ausgeschlossen.

Die Zeichen stehen schlecht für den Game Pass. Die Jungen sind auf der Bildschirme, und die Führung von Xbox muss schnell reagieren, bevor das Format zum Opfer fällt.