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Mediatek-chips: sicherheitslücke ermöglicht datenraub in sekunden

Ein Team von Sicherheitsforschern bei Ledger hat eine kritische Sicherheitslücke in MediaTek-Chips entdeckt, die es Hacker ermöglichen, sensible Daten aus Android-Smartphones zu stehlen.

Mediatek-socs: eine potenzielle schwachstelle für millionen von geräten

Die Sicherheitsforschungsteam Dojon bei Ledger hat nach eigenen Angaben eine bislang unbekannte Schwachstelle in der Trusted Execution Environment (TEE) von MediaTek-System-on-Chips (SoCs) gefunden. Diese Lücke ermöglicht es Angreifern, auf die vertraulichen Informationen eines Smartphones zuzugreifen, auch wenn das Gerät ausgeschaltet ist.

Die Forscher demonstrierten die Schwachstelle anhand eines MediaTek Dimensity 7300-basierten Devices, dem CMF Phone 1. Sie konnten den Zugriff auf das Gerät innerhalb von 45 Sekunden erreichen und stellten dabei Pin-Codes und Seed-Phrases von populären Kryptowallets frei.

Mediatek reagiert und bereitstellt patches

Mediatek reagiert und bereitstellt patches

Das Unternehmen MediaTek hat sich nach Bekanntgabe der Schwachstelle betont engagiert gezeigt und bestätigt, dass es Patches an die Hersteller aller betroffenen Geräte verschickt hat. Benutzer sollten deshalb regelmäßig Updates herunterladen, um die Lücke zu schließen.

Die Auswirkungen der Sicherheitslücke könnten erheblich sein, da MediaTek-Prozessoren in fast 34% aller weltweit vertriebenen Smartphones eingesetzt werden, wie ein neuerer Bericht von Counterpoint zeigt. Ob die Schwachstelle jemals von Malware-Entwicklern ausgenutzt wurde, ist jedoch unklar.