Mercadona setzt auf ki: cto löst suchmaschinen-revolution aus

Ein beeindruckender Coup: José Ramón Pérez Agüera, ehemals bei Tuenti, Jobandtalent, Amazon und McKinsey, hat bei Mercadona Tech die Fäden für die Neuentwicklung der Online-Suchmaschine des Supermarktdistributors übernommen. Ein mutiger Schritt, der das Unternehmen offenbar voranbringen wird.

Von der theorie zur umsetzung – mit künstlicher intelligenz

Pérez Agüera, bekannt für seine analytische Denkweise und seine Erfahrung in komplexen Projekten, hat sich bewusst für die praktische Anwendung von künstlicher Intelligenz (KI) entschieden. Damit stellt er Algolia, den bisherigen externen Suchmaschinenanbieter, in Frage – eine strategische Kehrtwende, die weitreichende Konsequenzen haben könnte.

Innerhalb von Rekordzeit, unterstützt von drei erfahrenen Programmierern und unter Einsatz von KI-gestützter Codierung, wurde ein 100%iger Eigenentwicklungsansatz realisiert. Die Entscheidung für diesen Weg wurde nach einer überzeugenden Präsentation von Pérez Agüera im Vorstand von Mercadona freigegeben. 'Draußen im technischen Bereich ist es egal, ob man mit KI oder mit Freude arbeitet', zitiert Business Insider Spain den CTO. 'Aber wenn man die Zahlen präsentiert und zeigt, was wir durch Algolia verloren hätten und was wir stattdessen sparen, gibt es keine weiteren Fragen. Werde ich das Gleiche bekommen? Funktioniert es gleich gut oder besser und kostet nur ein Zehntel?'

Die Ergebnisse sprechen für sich: Eine Steigerung der Suchergebnisqualität um 85 Prozent, Null Leerlaufrecherchen und eine Einsparung von rund 140.000 Euro pro Jahr.

Unabhängigkeit und innovationskultur

Unabhängigkeit und innovationskultur

Mercadona Tech operiert fast als Spin-off innerhalb des Großkonzerns. Seit Gründung vor acht Jahren erwirtschaftet die Online-Filiale bereits 1 Milliarde Euro Umsatz und ist direkt von Juana Roig, der Geschäftsführerin und Tochter des Vorstandsvorsitzenden, abhängig. Diese Unabhängigkeit und die damit verbundene Unternehmenskultur, betont Pérez Agüera, waren entscheidend für den Erfolg. 'Wir haben etwas mehr Freiheit und die Möglichkeit, Dinge auszuprobieren', räumt er ein. 'Wir kommen aus einer Kultur des Open Source und des Wissensaustauschs in der Community und fühlen uns damit wohl.'

Der entscheidende Moment kam im Dezember, als erste Hinweise auf die Fähigkeiten von Claude Opus, einem fortschrittlichen KI-Modell, auftauchten, das in der Lage ist, Code selbstständig zu generieren. 'Wir sind uns bewusst geworden, dass je mehr Tests wir mit KI-gestützter Programmierung durchführten, desto mehr konnte die KI eigenständig Dinge tun', erklärt Pérez Agüera. Ab Januar und Februar begann das Team von Mercadona Tech, die Technologie in konkreten Projekten einzusetzen. Das auffälligste Ergebnis war im April die Entwicklung einer neuen Suchmaschine, die von nur vier Personen in Rekordzeit realisiert wurde.

Visionen und warnungen

Visionen und warnungen

Der CTO von Mercadona Tech betont stets, dass Technologie dem Geschäft dienen muss – auch wenn viel Innovation entsteht. 'Innovation muss immer einen konkreten Nutzen für das Unternehmen haben', argumentiert er. ‘Was fehlt, sind konkrete Beispiele und greifbare Ergebnisse. Viel Theorie ist am Ende. schwer zu verstehen.'

Während Google bereits Ingenieuren die Nutzung von KI-Assistenten in Bewerbungsgesprächen erlaubt, sieht Pérez Agüera die Rolle des traditionellen Entwicklers als obsolet an. 'Es werden keine Entwickler mehr benötigt. Es werden Ingenieure benötigt', erklärt er. 'Das Schreiben von Code hat keinen Wert mehr. Der Wert liegt darin, dem System, das den Code generiert, zu sagen, was es tun soll und wie es es tun soll.'

Diese Entwicklung bringt die Informatik näher an ihre