Meta-umbruch: 7.000 mitarbeiter in die ki-zukunft versetzt – und weitere entlassungen drohen

Menlo Park, Kalifornien – Ein interner Bericht von Meta hat die Tech-Branche erschüttert: 7.000 Angestellte sollen in neue Teams rund um Künstliche Intelligenz (KI) verschoben werden, während gleichzeitig weitere Entlassungen für das kommende Wochenende erwartet werden. Die Umstrukturierung, angeführt von HR-Chefin Janelle Gale, markiert einen drastischen Schritt in der Strategie des Unternehmens unter Mark Zuckerbergs Führung.

Horizontale strukturen und kleinere teams als schlüssel zur effizienz

Horizontale strukturen und kleinere teams als schlüssel zur effizienz

Laut dem Memo sollen die Mitarbeiter in neu geschaffene Bereiche wie Agenten und Anwendungen integriert werden. Die Unternehmensstruktur wird flacher, mit kleineren, agileren Teams. Gale argumentiert, dass dies die Produktivität steigern und die Arbeit erfüllender gestalten soll. Doch hinter dieser optimistischen Rhetorik verbirgt sich eine Realität, die viele Mitarbeiter verunsichert.

Zuckerbergs Fokus auf KI ist kein Geheimnis mehr. Er hat massiv in Talente und Infrastruktur investiert, um im Wettlauf mit Google (Alphabet Inc.) und OpenAI die Nase vorn zu haben. Die Entwicklung großer Sprachmodelle, die Chatbots und andere Verbraucherfunktionen antreiben, steht dabei im Mittelpunkt. Meta investiert schätzungsweise Hunderte von Millionen Dollar in diesen Bereich – eine Summe, die den Druck auf die bestehenden Teams enorm erhöht.

Die Moral im Unternehmen ist bereits angeschlagen, so aktuelle Mitarbeiter gegenüber Business Insider. Viele befinden sich in einem Zustand der Ungewissheit, während sie abwarten, welche Stellen tatsächlich gestrichen werden. Die Ankündigung eines Stellenabbaus von 10 Prozent (etwa 8.000 Mitarbeiter) für diesen Mittwoch hat die Situation weiter verschärft. Mitarbeiter in Nordamerika wurden aufgefordert, von zu Hause aus zu arbeiten – ein deutliches Zeichen für die bevorstehenden Veränderungen.

Es ist kein Zufall, dass Meta gleichzeitig seine Ingenieure dazu ermutigt, KI-Agenten zur Unterstützung bei der Programmierung und anderen Aufgaben einzusetzen. Sogar Zuckerberg selbst arbeitet an einer KI-Version seiner selbst, um mit den Mitarbeitern zu interagieren – ein surrealer Schachzug, der die zunehmende Bedeutung der KI im Unternehmen unterstreicht. Die prognostizierten Kapitalausgaben für 2026 liegen zwischen 125 und 145 Milliarden Dollar, was die Dimension des Investments verdeutlicht.

Doch die KI-Jagd hat ihren Preis. Während Meta Milliarden investiert, kursieren Gerüchte, dass weitere Entlassungen über die bereits angekündigten 10 Prozent hinaus nicht ausgeschlossen sind. Die Frage ist nicht, ob Meta seine Ziele erreichen wird, sondern zu welchem Preis – und wie viele Arbeitsplätze dabei geopfert werden müssen. Die Ankündigung von weiteren Kürzungen wirft ein düsteres Licht auf die Zukunft des Unternehmens und die Auswirkungen auf seine Belegschaft.