Russische kalashnikov-gruppe revolutioniert drohnenbekämpfung – ak-47-hersteller entwickelt munition für scharfschützen
Die Erosion der Grenzen zwischen Zivil- und Militärtechnologie schreitet unaufhaltsam voran. Die russische Kalashnikov Concern, bekannt für den weltweit meistverkauften Sturmgewehr AK-47, hat eine bahnbrechende Entwicklung angekündigt: Spezialmunition zur neutralisierung von Drohnen.
Neue munition für den ak-12 – ein gamechanger im kampf gegen unbemannte flugkörper
Die Entwicklung, die von ukrainischen Experten vorangetrieben wurde, zielt darauf ab, die massive Bedrohung durch Drohnen in Konfliktgebieten zu bewältigen. Herkömmlicherweise waren schwere Luftabwehrsysteme wie die Patriot-Raketenbatterien zur Bekämpfung von unbemannten Fluggeräten (UAVs) unerlässlich – doch diese sind teuer, ineffizient gegen kleine, agil bewegliche Drohnen und wenig praktikabel für den Einsatz im Feld.
Nun bietet die Kalashnikov Concern eine pragmatische Lösung: Munition in 5,45-mm-Kaliber, bereits erfolgreich im AK-12-Sturmgewehr getestet. Die Kugeln, ausgestattet mit einem multielementigen Projektil, verursachen Schäden an Motoren, Batterien, elektronischen Platten und strukturellen Komponenten der Drohnen – was in der Regel zu deren Absturz führt.

Innovative technologie für maximale trefferwahrscheinlichkeit
Was diese Munition so effektiv macht, ist ihr einzigartiges Design. Bei Abzug vom Lauf lösen sich die Elemente des Spezialkartuschens systematisch, wodurch die ballistischen Eigenschaften stabilisiert und die Zuverlässigkeit gegen Drohnen maximiert wird. Ein entscheidender Vorteil ist die Kompatibilität mit dem Standard-30-Magazin des AK-12 – Soldaten können somit den Laderaum ausschließlich mit dieser neuen Munition oder mit Standardmunition befüllen und flexibel im Kampf einsetzen.
Die Entwicklung in der Ukraine, insbesondere die ‘Horoshok’-Munition in 5,56 mm, zeigt bereits das Potenzial dieser Strategie. Obwohl die Horoshok-Munition mit Silizern nicht kompatibel ist, konnte sie in der Praxis gegen Drohnen effektiv eingesetzt werden, wobei ein konzentrierter Schuss aus mehreren Schützen erforderlich ist.

Französische militäraufstockung – 36 milliarden euro für drohnenschutz
Die russische Entwicklung unterstreicht die wachsende Bedeutung von Drohnen im modernen Krieg. Frankreich plant, seine Militärausgaben um 36 Milliarden Euro zu erhöhen, wobei der Schutz vor Drohnen eine zentrale Rolle spielt. Die Kalashnikov Concern ist somit nicht nur ein Waffenhersteller, sondern auch ein wichtiger Akteur in der Entwicklung neuer Strategien zur Kriegsführung im Zeitalter der unbemannten Flugkörper.
Der AK-12, ein Weiterentwicklung des russischen Sturmgewehrs, verfügt über eine flexible Schaftlänge und ein geringes Gewicht von 3,3 kg. Er kann eine hohe Feuerrate von 600 bis 1000 Schuss pro Minute aufrechterhalten und ist mit einem 30-Schuss-Magazin ausgestattet. Die Reichweite des AK-12 beträgt bis zu 625 Meter.

Ukraine setzt auf innovative drohnenabwehr
Bereits die Ukraine setzt auf innovative Drohnenabwehr. Die ‘Horoshok’-Munition, entwickelt im letzten Jahr, bietet eine kostengünstige Alternative zu Systemen wie dem Patriot. Die Technologie ist vergleichbar mit der der russischen Munition und bietet eine hohe Trefferwahrscheinlichkeit, auch wenn der Einsatz mit Silizern eingeschränkt ist.

Us-militär verfolgt ähnliche strategien
Auch das US-Militär setzt auf die Entwicklung von Munition zur Bekämpfung von Drohnen. Projekteile können in Standardgewehren wie dem AR-15 oder SIG MCX eingesetzt werden und funktionieren ähnlich wie die russischen und ukrainischen Varianten. Ein direkter Vergleich mit dem AK-12 zeigt, dass die Munition auch in der Lage ist, eine breite Metallsprühwolke zu erzeugen.
Die Entwicklung der Kalashnikov Concern stellt einen wichtigen Schritt in der Anpassung an die sich verändernden Anforderungen des modernen Krieges dar. Die Integration dieser Munition in Standardgewehre ermöglicht eine flexible und kostengünstige Drohnenabwehr für Truppen weltweit.
