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Tesla-täuschung in san francisco: musk meidet paparazzi – und es funktionierte

Ein Tesla, der als Ablenkungsmanöver diente, sorgte für einen kurzen, aber effektiven Moment der Verwirrung am Mittwoch vor dem Gerichtsgebäude in San Francisco. Elon Musk nutzte die Gelegenheit, um den Fotografen, die ihn in dem Fall um Twitter (jetzt X) ablichten wollten, auszutricksen.

Ein ausgeklügelter schachzug: wie musk die medienmanipulation beherrschte

Ein ausgeklügelter schachzug: wie musk die medienmanipulation beherrschte

Wie Business Insider unter Berufung auf Augenzeugenberichte von Bloomberg News-Fotografen berichtet, lenkte ein Tesla-Fahrzeug die Aufmerksamkeit der Presse ab. „Ein hundertprozentiger Köder“, so der frustrierte, aber beeindruckte Fotograf David Morris. Die Strategie funktionierte: Musk tauchte, kaum wahrgenommen, am Gebäude auf.

Der CEO von Tesla war gerufen worden, um im Zusammenhang mit einer Klage von ehemaligen Twitter-Aktionären vor Gericht auszusagen. Diese werfen ihm vor, 2022 gegen Wertpapiergesetze verstoßen zu haben, indem er den Aktienkurs von Twitter vor dem Kauf und der Umbenennung in X manipuliert habe. Musk selbst verteidigt sich mit der Behauptung, er habe alle Kommunikationen im Einklang mit dem Gesetz geführt.

Laut Augenzeugenberichten hielt sich Musk in einem SUV auf, das sich vor dem Gerichtsgebäude befand. Als die Fotografen sich auf den angeblichen Ankunftsort vorbereiteten, fuhr ein Tesla vor. Sicherheitsleute eilten heraus, um das Fahrzeug zu umzingeln. In nur drei Sekunden stieg Musk, begleitet von seinem Sicherheitsteam, aus dem Wagen und betrat das Gebäude. Morris schätzt den Abstand zu dem Fahrzeug auf mindestens hundert Fuß.

Die Presse erhielt nur wenige Aufnahmen von Musk – er bewegte sich auf den Treppen des Gerichts und durchwandelte sich durch Metalldetektoren. „Die Sicherheitskräfte versuchten, uns die Aufnahme zu erschweren“, so der Getty Images-Fotograf Josh Edelson. Musk zeigte sich dabei äußerst kooperativ – indem er sich so positionierte, dass er kaum erkennbar war. Ein Profilbild, so Edelson, das ihn bewusst ungünstig erscheinen ließ.

Die Szene wurde von NBC-Journalist Scott Budman aufgezeichnet und auf X veröffentlicht. Nach Musks Eintritt verließ der Tesla, vermutlich ein Model S, schnell den Ort, ohne dass weitere Personen aus dem Fahrzeug stiegen. Die Anwälte von Musk gaben zunächst keine Stellungnahme ab. Die Fotografen vor dem Gerichtsgebäude in San Francisco haben jedoch noch eine Chance, Musk bei seinem erneuten Verlassen des Gebäudes abzubilden. Bloomberg hatte zwei Fotografen für diesen Tag eingesetzt, jeweils einen für jede Abreise. „Immer besteht eine 50-prozentige Chance auf Erfolg“, so Morris.

Die Geschichte verdeutlicht die zunehmende Raffinesse, mit der Prominente und Unternehmen versuchen, die Kontrolle über ihre öffentliche Wahrnehmung zu behalten – und wie schnell selbst die besten Pläne durch einen gut platzierten Tesla zunichte gemacht werden können.

Musks Strategie ist ein klarer Beweis dafür, dass die digitale Welt nicht nur ein Schauplatz für Transaktionen ist, sondern auch ein Schlachtfeld für die Kontrolle der Erzählung. Und hier wurde er Meister.

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