USA schafft eigenen Marktplatz für Drohnenabwehrsysteme
Die USA haben angesichts des Erfolgs des ukrainischen Brave1 Marktes, einer Art Amazon für ukrainische Militärteile, einen eigenen Marktplatz für Drohnenabwehrsysteme ins Leben gerufen. Die Plattform cuas.mil wurde ursprünglich Anfang 2026 gestartet, ihre vollständig erweiterte Version wurde am 4. August 2026 formell eingesetzt.
DoW beauftragt Kaizen Laboratories mit Aufbau des Marktplatzes
Das US-Verteidigungsministerium (DoW) hat kürzlich Kaizen Laboratories mit 15 Millionen Dollar beauftragt, einen zentralisierten, bidirektionalen Marktplatz für C-UAS-Systeme (Counter-UAS) aufzubauen und zu betreiben. Die frühere Version im April war ein limitiertes Prototyp-System, das nur einer ausgewählten Gruppe von US-Militäreinheiten zur Verfügung stand. Die neue August-Version von 2026 ist robuster und wird durch KI unterstützt und ist sowohl für US-Militäreinheiten und Sicherheitsbehörden als auch für autorisierte internationale Bündnis- und Streitkräfte zugänglich.

Brave 1: Online-Bazar für Drohnen und Roboter
Der Brave 1 Marktplatz, ähnlich dem ukrainischen, ermöglicht es Militäreinheiten, Drohnen und bewaffnete Roboter zu kaufen. Die zunehmende Verbreitung kommerzieller Drohnen hat das Schlachtfeld verändert, was zur Entwicklung von Drohnenabwehrsystemen geführt hat. Die rasante Entwicklung von Drohnen und die sich schnell ändernden taktischen Bedrohungen erfordern schnelle Anpassungsfähigkeiten. Online-Marktplätze für Drohnen, C-UAS oder terrestrische Roboter wie Brave 1 und der US-amerikanische, bieten eine Lösung.

KI-gestützter Planer
Die Plattform cuas.mil dient als Online-Katalog, in dem Militärkäufer, nationale Polizeiorganisationen und Verbündete und Partner Drohnentechnologien bewerten können. Der Marktplatz, gesteuert von der JIATF-401, der Drohnen-Task Force des Pentagons, soll Risiken reduzieren, die Bereitstellungszeiten beschleunigen und öffentliche Mittel auf bewährte Lösungen konzentrieren. Die KI-gestützte Funktion „Capacity Planner“ soll es Operatoren und Käufern ermöglichen, Bedrohungen in einfacher Sprache zu beschreiben, und die KI soll dann eine Empfehlung für die zu erwerbende Ausrüstung geben. Die Funktion soll in Kürze vollständig einsatzbereit sein.

Effizienzsteigerung für den internationalen Waffenhandel
Die Plattform unterstützt auch die Initiative „Rapid Sales to Foreign Military Forces“ (FMS) des DoW und integriert sich in bestehende Beschaffungsprozesse, um die Entwicklung von Anforderungen zu beschleunigen und die Zeit für den internationalen Waffenhandel zu verkürzen. Die USA produzieren jährlich 10 Millionen Drohnen und haben im Jahr 2026 Verträge über 6,5 Milliarden Dollar für den Kauf weiterer Drohnen abgeschlossen.
