Wall street feiert, trump-deal befeuert intel – inflation bleibt eine bedrohung
Nach einer starken Erholungsjagd hat die Wall Street heute, dem 18. Juni, erneut positive Gewinne verzeichnet. Der Optimismus rund um den Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran hat Anleger wieder Auftauen lassen – zumindest vorerst, während die Befürchtungen, dass die US-Notenbank unter Kevin Warsh erneut die Zinsen anhebt, um die Inflation einzudämmen, in den Hintergrund getreten sind. Die S&P 500 Futures steigen vor dem Glockenschlag in New York um 0,7 %. Der Nasdaq legt 1,4 % zu, getrieben von Chipaktien, während der Dow Jones um 0,3 % zulegt. Sowohl der Nasdaq als auch der industrielle Dow Jones steuern damit eine zweite Woche in Folge mit Kursgewinnen ein, bevor der Juneteenth-Feiertag ruht.
Volatilität während der ‘knight capital’-session
Die Handelsbörse des Tages ist von der typischen Volatilität geprägt, die oft mit der ‘Knight Capital’-Session einhergeht – dem gleichzeitigen Verfall von Derivaten, Optionen und Futures für Indizes und Aktien. Doch im Technologiebereich ist Intel der klare Star des Tages, wobei die Aktienkurse um mehr als 8 % gestiegen sind, bevor der Handel eröffnet.
Der Kursanstieg ist direkt auf den Deal zwischen dem Chip-Riesen und Apple zurückzuführen. Donald Trump gab bekannt, dass das Unternehmen mit Apple zusammenarbeiten wird, um die Chips für Apples neue KI-gestützte Geräte zu entwerfen und herzustellen. Dieser Schub für Intel hat sich als Katalysator für Optimismus im S&P 500 erwiesen, das in den letzten Tagen aufgrund der Inflationswarnungen der Fed unter Druck stand. Die Apple-Aktie selbst stieg ebenfalls, um die steigenden Chipkosten für künstliche Intelligenz zu kompensieren.
Während der Ölmarkt von einer relativen Beruhigung profitiert – der Brent-Rohrbrennpreis sinkt um 1,4 % auf knapp 78,50 Dollar – deutet dies nicht auf eine vollständige Lösung des Energieproblems hin. Die Saudi-Arabien haben bereits die Segel gemeldet, um drei blockierte Tanker aus dem Persischen Golf zurückzuziehen. Doch selbst wenn Ölpreise fallen und die Benzinpreise in den USA unter 4 Dollar pro Gallone liegen, ist die Inflationsbedrohung noch lange nicht gebannt. Die Anleger beobachten die Anleiherente in den USA und Großbritannien genau – die Erwartung einer weiteren Zinserhöhung der Fed im September aufgrund der anhaltenden Inflationsraten ist hoch.

Starke konjunktur trotz unsicherheit
Trotz dieser Besorgnis zeigt die amerikanische Wirtschaft weiterhin Widerstandsfähigkeit. Finanzinstitute wie UBS betonen in Gesprächen mit Bloomberg, dass die US-Wirtschaft weiterhin robust ist, wie die Verkaufszahlen für Autos und Wohneinkäufe im Mai belegen. Mit dem Friedensabkommen hinter uns könnte die Inflation endlich hinter uns gelassen werden, was den Anlegern erlaubt, sich wieder auf die Unternehmenszahlen zu konzentrieren. Ein Detail, das kaum jemand erwähnt: Die Apple-Aktie steuert auf höhere Preise für KI-Chips zu – ein Zeichen für die sich wandelnde digitale Landschaft.
