Whatsapp öffnet sich: meta nach eu-druck chatgpt und konkurrenz
Brüssel hat nach hartnäckigen Warnungen vor Wettbewerbsverlusten den Nagel auf den Kopf getroffen: Meta erlaubt ChatGPT und andere KI-Chatbots innerhalb der WhatsApp Business API. Eine halbe Öffnung, die aber dennoch eine bedeutende Kehrtwende darstellt.

Meta nachgeben: ki-konkurrenz darf bei whatsapp mitspielen
Die Entscheidung kommt als Reaktion auf die Bedenken der Europäischen Kommission, die Meta vorwarf, die Konkurrenz durch die Beschränkung auf den eigenen KI-Assistenten Meta AI zu behindern. Bereits im Januar hatte Meta den Zugriff auf Drittanbieter-Chatbots blockiert, was zu Beschwerden von Unternehmen wie X (ehemals Twitter) und anderen Fintech-Anbietern führte.
Die EU hatte mit erheblichen Sanktionen gedroht, sollte Meta seine Politik nicht ändern. Die Kommissionsbehörden befürchteten dauerhafte Schäden für die Wettbewerbsfähigkeit des Marktes. Meta will mit der neuen Regelung diese Eskalation verhindern. Innerhalb der nächsten 12 Monate sollen grundlegende KI-Chatbots über die WhatsApp Business API in Europa nutzbar sein.
Allerdings bleibt es nicht bei einer freien Nutzung. Unternehmen müssen für die Integration ihrer KI-Assistenten bezahlen und die Infrastruktur von WhatsApp nutzen. Diese Maßnahme wird von Branchenvertretern kritisiert, die befürchten, dass die neuen Gebühren weiterhin eine Hürde für kleinere Anbieter darstellen.
Die EU-Kommission wird ihre Untersuchung fortsetzen. Die Schlacht um die Vorherrschaft bei den Chatbots in den großen Messaging-Plattformen hat gerade erst begonnen. Die Frage ist nicht mehr, ob KI in WhatsApp eine Rolle spielt, sondern wie stark.