Gehirn als quantencomputer? neue licht-theorie erregt aufsehen

Die Frage nach dem Ursprung des menschlichen Bewusstseins beschäftigt Neurowissenschaftler seit Jahrzehnten. Jetzt zeichnet sich ein überraschender Ansatz ab: Könnte das Gehirn nicht nur elektrisch und chemisch, sondern auch optisch funktionieren?

Unsichtbare wege des denkens?

Unsichtbare wege des denkens?

Die etablierte Sichtweise beschränkt sich auf neuronale Impulse und chemische Botenstoffe. Ein neues Studio, veröffentlicht in Biophysics and Molecular Biology, postuliert eine dritte Ebene: die Nutzung von Licht und elektromagnetischen Feldern.

Forscher vermuten, dass Neuronen neben elektrischen Signalen auch schwache, unsichtbare Lichtteilchen, sogenannte Biofotonen, aussenden. Diese könnten Informationen schneller und effizienter transportieren als bisher angenommen. Ein faszinierender Gedanke, der die Grenzen unseres Verständnisses sprengt.

Die Theorie geht noch weiter: Sie könnte mit der Quantenphysik in Verbindung stehen. Superposition und Verschränkung, Phänomene, die in Quantencomputern Anwendung finden, könnten auch im Gehirn eine Rolle spielen. Eine radikale Idee, die nicht unumstritten ist.

Das Problem: Das Gehirn ist keine ideale Umgebung für Quantenprozesse. Die hohe Temperatur und die biologische Aktivität erschweren die Stabilisierung quantenmechanischer Zustände. Dennoch liefert die Existenz von Biofotonen einen Hinweis darauf, dass die bisherige Erklärung des Bewusstseins möglicherweise unvollständig ist.

Die Forschung steckt noch in den Kinderschuhen. Doch die Vorstellung, dass unser Bewusstsein auf einer so subtilen, unsichtbaren Ebene operiert, ist schlichtweg revolutionär. So viel ist sicher: Das Verständnis des Gehirns steht vor einer tiefgreifenden Veränderung.